Möglichkeiten für den Import und die Erfassung von Daten

Für den Import von Daten ins Programm stehen Ihnen vier Möglichkeiten zur Verfügung:

1. Datenimport mit Datei «Formular_Daten»
Dazu befolgen Sie die auf der nächsten Seite beschriebenen Schritte (Mitarbeiterdaten einfügen).

2. Datenimport mit Daten der Lohnstrukturerhebung
Diese Funktion ist nur für Daten verfügbar, die im Rahmen der Lohnstrukturerhebung bis 2010 erfasst wurden. In diesem Fall können Sie die Excel-Datei mit ihren Daten der Lohnstrukturerhebung direkt importieren, es braucht keine weiteren Vorbereitungen. Fahren Sie weiter mit Logib starten.

3. Datenimport mit eigener Excel- oder Textdatei
In diesem Fall muss die Spaltenstruktur unbedingt mit jener des Blattes «Formular_Daten» übereinstimmen. Achten Sie besonders darauf, dass

  • die Daten auf dem ersten Blatt aufgeführt sind, wenn Sie mit Excel arbeiten
  • die Beschriftungen in der ersten Zeile aufgeführt sind
  • die Daten in der zweiten Zeile und der ersten Spalte beginnen
  • Damit klar ist, welche Informationen in welche Spalte gehören, lesen Sie die Erläuterungen der Obligatorischen Spalten.

4. Manueller Datenimport
Anstelle von Dateien, können Sie Ihre Daten manuell auch direkt in die Software eingeben (vgl. Daten importieren oder erfassen).

Mitarbeiterdaten mithilfe der Datei «Formular_Daten» einfügen

  1. Öffnen Sie die Datei «Formular_Daten», löschen Sie die Beispieldaten und geben Sie die Daten Ihrer Mitarbeitenden ein. Vergewissern Sie sich, dass alle Datenfelder als «Standard» formatiert sind.
  2. Die Felder, bei denen der Titel mit einem Sternchen gekennzeichnet ist, müssen zwingend ausgefüllt werden, damit die Regressionsanalyse möglich ist. Für die Regression ausschliesslich auf Basis der persönlichen Qualifikationsmerkmale (Regression pQ) gilt dies für folgende Spalten:

    • Laufnummer
    • Geburtsjahr oder Geburtsdatum
    • Geschlecht
    • Dienstjahre, Eintrittsdatum oder Eintrittsjahr
    • Ausbildung
    • Beschäftigungsgrad oder Bezahlte Stunden
    • mindestens eine der Spalten Bruttolohn, Zulagen oder Sonderzahlungen

Für die Standardregression sind ausserdem Angaben in den folgenden beiden Spalten erforderlich:

  • Anforderungsniveau
  • Berufliche Stellung

Die Spalten, die nicht obligatorisch sind (d.h. jene ohne Sternchen), können Sie leer lassen.

Die Erläuterungen zu den verschiedenen Spalten finden Sie auf der folgenden Seite unter «Erläuterungen der Tabellenspalten».

Erläuterungen der Tabellenspalten

Laufnummer

Das System akzeptiert Zahlen sowie Kombinationen aus Buchstaben und Zahlen.

Geburtsjahr oder Geburtsdatum

Das System akzeptiert das Geburtsjahr in 4 Zahlen (JJJJ) oder, als Variante, das vollständige Geburtsdatum im Format TT.MM.JJJJ.

Geschlecht

Das System verlangt folgendes Format: Mann = 1, Frau = 2

Dienstjahr, Eintrittsdatum oder Eintrittsjahr

Das System akzeptiert die Anzahl Jahre als Ganzzahl oder, als Variante, das Eintrittsjahr (JJJJ) oder das genaue Eintrittsdatum im Format TT.MM.JJJJ.

Ausbildung

Das System akzeptiert Zahlen von 1 bis 8, die den untenstehenden Definitionen entsprechen. Es ist nur die effektive höchste abgeschlossene Ausbildung einzutragen. Dafür muss ein Zertifikat oder ein Diplom vorhanden sein. Für im Ausland erworbene Abschlüsse tragen Sie bitte den Code der gleichwertigen schweizerischen Ausbildung ein.

Bezüglich Erfassung der Hochschulabschlüsse (Codes 1 und 2) haben Sie abhängig von Ihrer betrieblichen Realität zwei Möglichkeiten:

entweder

Sie erfassen die Hochschulabschlüsse je nach Institutionstyp und unterscheiden systematisch zwischen Universitäts- und Fachhochschul- Abschlüssen. In diesem Fall gilt für die Codierung:

1 = Universität, Hochschule (Uni, ETH)

2 = Fachhochschule (FH), Pädagogische Hochschule (PH): mindestens drei Jahre Vollzeitausbildung. Ingenieurschulen HTL, Höhere Wirtschafts- und Verwaltungsschule Betriebsökonom (HWV), Höhere Fachschule für Gestaltung (HFG), Höhere Fachschule für Sozialarbeit oder Sozialpädagogik (SASSA/SAH), Institut für angewandte Psychologie (IAP), Kaderschule des SRK, Schweizerisches Institut für Berufspädagogik (SIBP), Heilpädagogisches Seminar, andere pädagogische Ausbildungen, Höhere Hauswirtschaftliche Fachschule (HHF) sowie allfällige andere Fachschulen

oder

Sie erfassen die Hochschulabschlüsse je nach Abschlusstyp und unterscheiden systematisch zwischen Bachelorabschluss (erster Abschluss) und Masterabschluss (zweiter Abschluss), unabhängig davon, ob der Abschluss an einer Universität/ETH, Fachhochschule, pädagogischen Hochschule oder einer vergleichbaren Bildungseinrichtung erworben wurde. In diesem Fall gilt für die Codierung:

1 = Master-Abschluss

2 = Bachelor-AbschlussAuf Fragebogen 2 ist unter Punkt 2c) anzugeben, welche Codierung Sie für den tertiären Bereich verwendet haben. Ein Mix der beiden Codierungen ist nicht möglich.

Für alle anderen Ausbildungen gilt:

3 = Höhere Berufsausbildung, Fachschule: mindestens zwei Jahre Vollzeitausbildung. Berufslehre plus zusätzliche Ausbildung, die in der Regel mit einer eidgenössischen Prüfung abgeschlossen wird (Eidg. Fachausweis, Diplom oder höhere Fachprüfung/Meisterdiplom, Techniker oder Technikerin TS, Abschluss einer höheren kaufmännischen Gesamtschule oder einer höheren gastgewerblichen Fachschule sowie vergleichbare Ausbildungen)

4 = Patent von Lehrpersonen auf verschiedenen Stufen: Primarstufe, Oberseminar, Kindergartenseminar usw. 

5 = Matura; Gymnasium oder Berufsmaturität 

6 = Abgeschlossene Berufsausbildung, die in der Regel zum Erwerb eines eidgenössischen oder kantonalen Fähigkeitszeugnisses führt: Berufslehre, Kaufmännische Lehre (KV) Handels- und Diplommittelschulen, Krankenpflegeschulen, Berufsschulen für Landwirte, Ausbildung für Hauswirtschaftliche Angestellte, anerkannte Anlehren usw.

7 = Ausschliesslich unternehmensinterne, durch das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) nicht anerkannte Berufsausbildung

8 = Obligatorische Schule, ohne abgeschlossene Berufsausbildung

Achtung: Die Berufslernenden sowie die Praktikantinnen und Praktikanten im Rahmen einer Ausbildung dürfen nicht im System erfasst werden.

Anforderungsniveau

Das System akzeptiert Zahlen von 1 bis 4 gemäss den folgenden Definitionen:

1 = Arbeitsplatz, der die Verrichtung anspruchsvoller und schwierigster Arbeiten beinhaltet 

2 = Arbeitsplatz, der sehr selbstständiges und qualifiziertes Arbeiten bedingt

3 = Arbeitsplatz, der Berufs- und Fachkenntnisse voraussetzt

4 = Arbeitsplatz mit einfachen und/oder repetitiven Tätigkeiten

Berufliche Stellung

Das System akzeptiert Zahlen von 1 bis 5 gemäss den folgenden Definitionen:

1 = Oberstes und oberes Kader

Leitung oder Mitwirkung in der obersten Geschäftsführung:

  • Gestaltung oder Mitgestaltung der Unternehmenspolitik
  • Verantwortung oder Mitverantwortung für die Realisierung der Unternehmensziele 
  • Koordination der verschiedenen Leitungsfunktionen 
  • Zuständigkeit für Politik und Zielerfüllung in einem bestimmten Verantwortungsbereich

2 = Mittleres Kader

Bereichsleitung, hohe Stabsfunktionen:  

  • Verantwortung für Planung und Organisation in einem bestimmten Geschäftsbereich 
  • Mitwirkung bei der Entwicklung von langfristigen Massnahmenplänen

3 = Unteres und unterstes Kader

Ausführungsorientierte Leitung eines Teilbereichs, qualifizierte Stabsfunktionen: 

  • Verantwortung für die Realisierung von Aufträgen im eigenen Tätigkeitsbereich
  • Beteiligung an Planung und Organisation

4 = Unterstes Kader

Überwachung von Arbeiten gemäss genauer Anleitung: 

  • Beaufsichtigung der laufenden Arbeiten
  • Fallweise Beteiligung an Planung und Organisation

5 = Ohne Kaderfunktion

Beschäftigungsgrad (Angestellte im Monatslohn)

Das System akzeptiert Dezimalzahlen von 0 bis 150. Diese Zahl muss mit dem Beschäftigungsgrad übereinstimmen, der dem Bruttolohn ohne allfällige Überstunden oder Überzeit entspricht (da der Bruttolohn ebenfalls ohne Auszahlung allfälliger Überstunden angegeben wird).

Erhielt eine Person während des Referenzmonats aufgrund von unbezahltem Urlaub oder infolge Ein- oder Austritts nicht den vollen Lohn, ist die Arbeitszeit gemäss vereinbartem Beschäftigungsgrad anzugeben (da der Bruttolohn ebenfalls gemäss vereinbartem Beschäftigungsgrad angegeben wird).

Bei Kurzarbeit aufgrund Teilerwerbslosigkeit hingegen, so verfahren Sie wie im Fall von unbezahltem Urlaub.

Achtung: Wenn bei «Bezahlte Stunden» etwas eingetragen wurde, ist in dieser Spalte eine «0» zu erfassen.

Bezahlte Stunden (Angestellte im Stundenlohn)

Das System akzeptiert Dezimalzahlen von 0 bis 300. Die Zahl muss mit der Anzahl der bezahlten Stunden, die das Unternehmen im Referenzmonat bezahlt hat, übereinstimmen.

Zu den anzugebenden Stunden zählen:

  • Die gearbeiteten und voll bezahlten Stunden (ohne Überstunden)
  • Die voll bezahlten Ausfallstunden z.B. infolge Arztbesuch, Militärdienst, Ferien, unfall- oder krankheitsbedingter Abwesenheit usw.

Nicht einzubeziehen sind:

  • Überstunden
  • durch Kurzarbeitszeitentschädigung abgegoltene Stunden

Achtung: Wenn bei «Beschäftigungsgrad» etwas eingetragen wurde, ist in dieser Spalte eine «0» zu erfassen.

Bruttolohn

Das System akzeptiert Dezimalzahlen von 0 bis 199'999.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Monatslohn:

Der Bruttolohn ist entsprechend der unter «Beschäftigungsgrad» angegebenen vereinbarten Arbeitszeit auszuweisen.

Erhielt eine Person infolge unbezahlten Urlaubs oder eines Ein- bzw. Austritts für den Referenzmonat nicht den vollen Lohn, so sind die Lohnbestandteile für den vollen Monat auszuweisen.

Einzutragen ist der Bruttolohn inklusive:

  • variable Lohnbestandteile für den Referenzmonat (z.B. Prämien für geleisteten Arbeitsumfang, Umsatzbeteiligung usw.). Sollte diese Zahl stark variieren, ist ein Mittelwert anzugeben (ein Zwölftel des Jahresbetrags)
  • Beiträge der Arbeitnehmenden (obligatorische und überobligatorische) an die Sozialversicherung (AHV/IV, EO, ALV, NBUV, berufliche Vorsorge)
  • Anteil an Sachleistungen für den Referenzmonat
  • Sofern diese ausgerichtet werden: Gehaltsnebenleistungen und/oder Beteiligungsrechte.

jedoch ohne:

  • Zulagen für Schicht-, Nacht- und Sonntagsarbeit sowie andere Erschwerniszulagen (diese werden separat in der Spalte «Zulagen» erfasst)
  • Anteil 13. (14. oder n-ter) Monatslohn
  • Sonderzahlungen wie Gratifikationen oder Boni, die jährlich oder halbjährlich ausbezahlt werden (diese Zahlungen werden separat in der Spalte «Sonderzahlungen» erfasst)
  • Verdienst aus Überstunden und Überzeit
  • Familien- und Kinderzulagen
  • Zahlungen für nicht in Anspruch genommene Ferien
  • Spesenrückerstattungen
  • durch die Arbeitslosenversicherung bezahlte Kurzarbeitsentschädigungen.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Stundenlohn:

Einzutragen ist der im Referenzmonat ausbezahlte Bruttolohn gemäss Angaben für Arbeitnehmende im Monatslohn. Nicht zu berücksichtigen sind:

  • Ferien- und Feiertagsentschädigungen
  • Anteil 13. (14. und n-ter) Monatslohn
  • durch die Arbeitslosenversicherung bezahlte Kurzarbeitsentschädigungen.

Zulagen

Das System akzeptiert Dezimalzahlen von 0 bis 199'999.
Anzugeben sind auch Zulagen für Schicht-, Nacht- und Sonntagsarbeit sowie andere Erschwerniszulagen für den Referenzmonat.

13. Monatslohn

Das System akzeptiert Dezimalzahlen von 0 bis 49'999. Geben Sie als 13., 14. oder n-ten Monatslohn (sofern er nicht Prämiencharakter hat) den Anteil an, der dem Beschäftigungsgrad (oder bei Arbeitnehmenden im Stundenlohn der Anzahl bezahlter Stunden) für den Referenzmonat entspricht (z.B. ein Zwölftel, d.h. 8,33 % des Bruttolohns im Referenzmonat, wenn der 13. Monatslohn mit einem vollständigen Monatslohn übereinstimmt).

Sonderzahlungen

Das System akzeptiert Dezimalzahlen von 0 bis 199'999. Als Sonderzahlungen gelten Zahlungen, die nicht direkt mit der im Referenzmontag geleisteten Arbeit zusammenhängen.

Namentlich gehören nicht dazu:

  • der 13. (14., n-te) Monatslohn (ausser wenn er Prämiencharakter hat)
  • Verdienst aus Überstunden und Überzeit, Entschädigungen für Kurzarbeit
  • Zahlungen für nicht in Anspruch genommene Ferien 
  • Abgangsentschädigungen, Heiratszulagen, Beiträge an Umzugskosten

Da es sich in der Regel um jährliche oder halbjährliche Zahlungen handelt, ist der Anteil davon anzugeben, der einem Arbeitsmonat entspricht (dem Beschäftigungsgrad im Referenzmonat, wenn dieser sich im Verlauf des Jahres geändert hat).

Tipp: Lohn und Beschäftigungsgrad (oder Anzahl bezahlter Stunden) sind in der Regressionsberechnung eng verknüpft und müssen zwingend miteinander übereinstimmen.

FAQ - Daten bereitstellen

Kann ich die Personen im Monats- und jene im Stundenlohn in dieselbe Auswertung integrieren?

Ja. Für die Personen im Stundenlohn ist bei «Bezahlte Stunden im Referenzmonat» die Anzahl der im Referenzmonat geleisteten Stunden anzugeben. Für die Personen im Monatslohn genügt es, bei «Beschäftigungsgrad» den vereinbarten Beschäftigungsgrad anzugeben.

Achtung: eine der beiden Spalten muss ausgefüllt sein!

Wenn ich Lehrkräfte beschäftige, deren Arbeitszeit in Lektionen angegeben wird, kann ich bei «Bezahlte Stunden im Referenzmonat» die Anzahl Lektionen anstelle der Anzahl Stunden angeben?

Dies ist nur möglich, wenn für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieselbe Zeiteinheit verwendet wird. Lektionen und Stunden dürfen nicht miteinander vermischt werden.

In unserem Unternehmen wird die Ausbildung der Mitarbeitenden nicht erfasst. Kann ich diese Variable weglassen?

Nein, da Logib für diese Variable programmiert wurde. Die Regressionsanalyse von Logib basiert nämlich auf der Humankapitaltheorie. In dieser Theorie gilt die Ausbildung als wichtiger lohnbestimmender Faktor.

Bei uns gibt es klar definierte Lohnklassen. Kann ich das Anforderungsniveau anhand der Lohnklasse festlegen?

Es ist wichtig, dass das Anforderungsniveau anhand einer Evaluierung der durchzuführenden Arbeiten, d.h. anhand der Pflichtenhefte festgelegt wird.

Weshalb ist die Einteilung für das Anforderungsniveau und die berufliche Stellung so grob (nur 4 bzw. 5 Kategorien)? Kann ich nicht mehr Stufen verwenden?

Nein, die Kategorien in Logib sind fest programmiert. Sie sind identisch mit denjenigen, die das Bundesamt für Statistik in der Lohnstrukturerhebung verwendet. Eine Statistiksoftware würde es Ihnen ermöglichen, mehr Stufen zu verwenden. Je feiner die Kategorien werden, umso grösser ist jedoch die Gefahr, dass man nur identische oder sehr ähnliche Arbeiten miteinander vergleicht. Die Lohngleichheit für gleichwertige Arbeit gemäss Bundesverfassung kann nur anhand eher grober Kategorien geprüft werden.

Die Daten der Lohnstrukturerhebung sind bei grösseren Unternehmen nur eine Stichprobe aus allen Lohndaten. Kann ich sie trotzdem verwenden?

Es ist ratsam, die Daten aller Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verwenden, um Fehler aufgrund der Stichprobe zu vermeiden.